Teamleiter: Justin Acklin
Teammitglieder: Leandro Sanchez, Alesso Brodmann
Projektbeschreibung
Im Projekt „Digitale Kurzfilmproduktion“ entwickelten wir gemeinsam einen atmosphärischen Kurzfilm mit dem Titel „Nach mir“ im Genre Psychothriller/Mystery. Unser Ziel war es, ohne klassische Horror-Elemente wie Jumpscares oder Monster eine beklemmende und psychologisch unangenehme Stimmung zu erzeugen. Der Film spielt in einer verlassenen Mine und erzählt die Geschichte einer Person, die zunehmend die Orientierung und Kontrolle verliert. Die Handlung wird fast vollständig visuell erzählt und arbeitet bewusst mit minimalem Dialogeinsatz.
Das Projekt umfasste sämtliche Phasen einer professionellen Medienproduktion: Planung, Recherche, Storyboard-Erstellung, Dreh, Videoschnitt, Sounddesign, Testing und Dokumentation. Dabei setzten wir verschiedene filmische Mittel wie POV-Aufnahmen, schiefe Kamerawinkel, kontrastreiche Lichtsetzung und gezieltes Audio-Engineering ein, um die psychologische Spannung zu verstärken. Der fertige Kurzfilm wurde in Full HD produziert und als mp4- und mov-Datei exportiert.
Gute Erfahrungen
Eine der besten Erfahrungen während des Projekts war für uns die grosse kreative Freiheit bei der Umsetzung des Psychothriller-Konzepts. Besonders die Entscheidung, eine echte verlassene Mine als Drehort zu nutzen, verlieh unserem Film eine authentische und intensive Atmosphäre, die künstlich kaum hätte erzeugt werden können.
Sehr positiv war ebenfalls die Zusammenarbeit innerhalb unserer Gruppe. Wir konnten die Aufgaben sinnvoll aufteilen: Während Justin und Leandro die Dreharbeiten vor Ort übernahmen, arbeitete Alessio parallel an der Projektdokumentation. Dadurch konnten mehrere Arbeitsschritte gleichzeitig effizient erledigt werden. Die Teamarbeit verlief während der gesamten Projektdauer motiviert, harmonisch und ohne grössere Konflikte.
Zusätzlich sammelten wir wertvolle praktische Erfahrungen im Bereich Kameraführung, Sounddesign und Postproduktion. Besonders die Umsetzung der POV-Shots sowie der gezielte Einsatz von Licht und Ton zur Spannungssteigerung funktionierten erfolgreich. Auch die Testpersonen reagierten wie geplant mit Unwohlsein und Spannung auf den Film.
Schlechte Erfahrungen
Die grössten Schwierigkeiten entstanden für uns während der Dreharbeiten in der Mine. Der Zugang zur Location war körperlich sehr anstrengend, da ein enger Tunnel mit Schmutzwasser durchquert werden musste. Zusätzlich erschwerten die Dunkelheit, die hohe Spinnendichte und der Schwefelgeruch die Arbeit erheblich.


Auch das lange Arbeiten in gebückter Haltung führte bei uns zu Rücken- und Nackenschmerzen. Dadurch wurde die Konzentration während des Drehs teilweise beeinträchtigt. Zudem kam es zu Verzögerungen im Zeitplan, weil wir für bestimmte Szenen auf die passende Abenddämmerung warten mussten.
Ein weiteres Problem bestand darin, dass einige Aufnahmen zunächst nicht den gewünschten Qualitätsstandards entsprachen und deshalb Nachdrehs geplant werden mussten. Zudem stellten wir fest, dass wir mehr technisches Material transportiert hatten, als tatsächlich benötigt wurde.
Fazit
Das Projekt „Digitale Kurzfilmproduktion“ bewerten wir insgesamt als sehr erfolgreich. Trotz schwieriger Bedingungen gelang es uns, einen technisch hochwertigen und atmosphärisch starken Kurzfilm zu produzieren. Besonders überzeugend war für uns die Möglichkeit, Spannung ausschliesslich durch Bildgestaltung, Licht und Sounddesign aufzubauen, ohne auf klassische Horror-Elemente zurückzugreifen.
Die Zusammenarbeit innerhalb unserer Gruppe funktionierte effizient und zielorientiert, wodurch wir die umfangreichen Aufgaben erfolgreich bewältigen konnten. Gleichzeitig zeigte uns das Projekt, wie wichtig gutes Zeitmanagement, realistische Materialplanung und körperliche Vorbereitung bei Dreharbeiten an anspruchsvollen Locations sind. Insgesamt konnten wir viele wertvolle praktische Erfahrungen im Bereich Filmproduktion sammeln und sowohl unsere technischen als auch organisatorischen Fähigkeiten weiterentwickeln.


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