
MITGLIEDER:
Yaroslav Liashenko
Janosch Bilang
Für dieses Projekt haben wir eine vollständige virtuelle Unternehmensumgebung auf Basis von Windows Server 2022 aufgebaut. Die Idee entstand aus dem Wunsch, die im Unterricht gelernten Konzepte wie Active Directory, DNS und DHCP praktisch anzuwenden. Eine Windows-Domänenumgebung mit mehreren Servern erwies sich als ideales Projektziel: technisch anspruchsvoll genug, um echte Administrationskenntnisse zu entwickeln, aber gleichzeitig klar strukturiert genug, um es im vorgegebenen Zeitrahmen sauber umzusetzen.
Die Aufgaben im Team waren klar verteilt. Als Projektleiter habe ich die Koordination übernommen und den Domain Controller konfiguriert. Janosch hat sich auf den Fileserver, den DHCP-Server und den Windows Client konzentriert. Den Webserver haben wir gemeinsam eingerichtet. Bei technischen Problemen haben wir uns gegenseitig unterstützt, was die Arbeit deutlich effizienter gemacht hat.
Den gesamten Projektablauf haben wir nach der IPERKA-Methode strukturiert. Diese Vorgehensweise hat uns geholfen, den Überblick zu behalten und Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen. Ein konkretes Beispiel war die Variantenentscheidung: Wir haben eine lokale VirtualBox-Umgebung einer Cloud-Lösung mit Microsoft Azure gegenübergestellt und uns bewusst für Variante 1 entschieden, da VirtualBox kostenlos ist, offline funktioniert und den grössten Lerneffekt bietet.
Das fertige Produkt umfasst vier virtuelle Maschinen, die vollständig miteinander vernetzt sind. Der Domain Controller stellt Active Directory, DNS und DHCP bereit. Der Fileserver bietet Netzwerkfreigaben mit Benutzerberechtigungen. Der Webserver liefert eine interne Unternehmenswebseite über IIS aus. Der Windows Client ist in die Domäne aufgenommen und alle Gruppenrichtlinien werden korrekt angewendet. Alle im Pflichtenheft definierten Anforderungen wurden erfüllt.
Was besonders gut gelaufen ist: Die schrittweise Vorgehensweise – zuerst DC01, dann Fileserver und Webserver, zuletzt Client und GPOs – hat sich bewährt und Fehler früh sichtbar gemacht. Die Konfiguration von Active Directory verlief reibungslos und das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen DNS, Domänenbeitritt und Gruppenrichtlinien ist durch die praktische Umsetzung deutlich gewachsen. Die Teamarbeit und gegenseitige Unterstützung bei technischen Problemen haben das Projekt effizient vorangebracht.
Was anfangs nicht ganz so optimal gelaufen ist: Die Netzwerkkonfiguration in VirtualBox bereitete zu Beginn Schwierigkeiten, da die Unterscheidung zwischen NAT, Bridged und Internal Network nicht sofort klar war. Falsche Adaptereinstellungen führten dazu, dass VMs sich gegenseitig nicht erreichen konnten. Ausserdem haben wir den Dokumentationsaufwand anfangs unterschätzt und Screenshots nicht konsequent genug während der Realisierung gemacht.
Fazit: Der Aufbau der virtuellen Unternehmensumgebung war ein lehrreiches und praxisnahes Projekt. Wir haben gesehen, wie eine funktionierende IT-Infrastruktur Schritt für Schritt entsteht, und dabei konkret gelernt, wie Active Directory, DNS, DHCP, Gruppenrichtlinien und Netzwerkfreigaben in der Praxis zusammenspielen. Rückblickend war die klare Planung nach IPERKA und die strukturierte Aufgabenverteilung entscheidend dafür, dass wir das Projekt termingerecht abschliessen konnten. Die Herausforderungen beim Netzwerk-Setup haben uns gezeigt, dass systematisches Vorgehen und das Überprüfen der Grundkonfiguration wichtiger sind als schnelles Draufloskonfigurieren.


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